Spitzenforschung zu Demenz: 85 Millionen Euro Landesmittel für Neubau des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn

Das Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) hat feierlich seinen Forschungsneubau am Venusberg in Bonn eröffnet. An der Feier nahmen Wissenschaftsministerin Schulze und Bundeskanzlerin Merkel teil. Das 16.000 m² große Gebäude bietet einem internationalen Team ein Gesamtforschungsportfolio mit Laboren, klinischem Forschungsbereich, einem Raum für MRT-Bildgebung sowie Verwaltungsbüros.

Der Neubau des Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zählt zu einem der größten Forschungsbauten, die in jüngster Zeit in NRW gebaut wurden. Über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen am Standort Bonn fachübergreifend Therapien gegen Demenz und andere Hirnerkrankungen. Das Land übernimmt mit 85 Millionen Euro gut zwei Drittel der Gesamtkosten des Neubaus.

Ministerin Schulze betonte in ihrem Grußwort die Notwendigkeit dieses finanziellen Kraftakts für gute Rahmenbedingungen in Wissenschaft und Forschung: "Hier werden Grundlagenforschung, klinische Studien, Populationsstudien und Versorgungsforschung miteinander verwoben. Diese Arbeitsweise macht das DZNE zu einer besonders wertvollen Einrichtung. Wir sind stolz darauf, dass dieses Zentrum der Spitzenforschung bei uns in Nordrhein-Westfalen seinen Sitz hat."

Das DZNE ist die weltweit größte Forschungseinrichtung für Alzheimer, Parkinson und andere neurodegenerative Erkrankungen. Die Ergebnisse der Alternsforschung, die hier erarbeitet und angewendet wird, findet internationale Beachtung. In Deutschland leben etwa 1,5 Millionen Menschen mit Demenz. Basierend auf der Bevölkerungsentwicklung gehen Prognosen von einem möglichen Anstieg auf rund drei Millionen bis zum Jahr 2050 aus.

Die dichte Forschungslandschaft in NRW bietet hervorragende Voraussetzungen, um nachhaltige Innovationen in der Alternsforschung zu entwickeln. Das DZNE ist eingebettet in ein Umfeld aus hervorragenden Universitäten und Universitätskliniken, forschungsstarken Instituten und exzellenten Forschungseinrichtungen, die sich thematisch ausgezeichnet ergänzen, wie etwa das Exzellenzcluster Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases oder das Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns. Mit dem Regionalen Innovationsnetzwerk Gesundes Altern fördert das Land außerdem die Vernetzung wichtiger gesellschaftlicher Impulsgeber in diesem Themengebiet.

"Wir öffnen in NRW Wissenschaft und Forschung hin zu Wirtschaft und Gesellschaft. Wir setzen auf einen umfassenden Wissensaustausch in alle Richtungen, um die besten Lösungen zu finden. In einer immer älter werdenden Bevölkerung gehört die Gesundheit ohne Zweifel dazu. Mit solchen Fragen müssen wir uns befassen, damit die Menschen nicht nur länger leben, sondern länger gut leben", sagte Ministerin Schulze.

Text/Quelle MIWF NRW
 
 

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